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Griechenland
Die Inseln der Nordost-Ägäis
Die Inseln dieser Gruppe, Chios, Samos, Lesbos (Lesvos), Limnos, Ikaria und zahlreiche kleine Inselchen, liegen weit verstreut im nördlichen Teil des Ägäischen Meeres.
LIMNOS, 188 Seemeilen von Piräus entfernt, ist bei Urlaubern verhältnismäßig unbekannt. Mirina, die Hauptstadt, wurde über den Ruinen des alten Mirinas errichtet. Ein Museum gibt Auskunft über die Geschichte der Insel. Genau gegenüber von Nea Koutali, am Ostufer der großen Bucht, liegt Moudros. In dieser reizvollen Stadt laden attraktive Häuser, eine stattliche Kirche und gute Strände zum Verweilen ein. Meeresfrüchte und Wein sind die örtlichen Spezialitäten.
LESBOS, 118 Seemeilen von Piräus entfernt, ist die größte Insel dieser Gruppe und Heimat der ersten Dichterin der Weltliteratur, Sappho. Der Badestrand von Tzamakia liegt in der Nähe der Hauptstadt Mitilini, in dessen Archäologischem Museum der Löwe von Gera ausgestellt ist. Bei Moria stehen die Ruinen eines hellenistischen Theaters und eines römischen Aquäduktes. Bei den Thermalquellen von Loutropolis Thermis hat man Ausgrabungen freigelegt, die von fünf übereinander liegenden Siedlungen stammen. Agiassos ist wegen der Junfrau mit dem Kind in der Muttergotteskirche ein Anziehungspunkt für Pilger.
Strände: Vateron, Petra, Skala, Eftalou, Agios Issidoros (Kieselstrand) und am Golf von Kaloni an der Ostküste.
Auf CHIOS (HIOS), 153 Seemeilen von Piräus entfernt, erheben sich die Berge Profitis Elias und Oros. Die Hauptstadt gleichen Namens liegt an der Ostküste und ist eine Hafenstadt mit zwei Gesichtern: am Hafen sieht man zuerst kleine, alte Häuschen mit davorliegenden Fischerbooten, neuen Anlegestellen und eine Promenade; dahinter erheben sich moderne Bürogebäude, in der Innenstadt gibt es zahlreiche verstreute Tavernen und Bäckereien und einen weitläufigen Basar. Im Archäologischen Museum stößt man auf zahlreiche interessante Ausstellungsstücke. Das Museum für neuzeitliche griechische Bildhauer und die Kirchen von Agio Issidoros und Agios Andreas sind ebenfalls interessant. Schöne Strände gibt es in Karfa, Marmaro, Nago, Pandorikias, Langada und Emborios (schwarzer Kieselstrand) und in der Nähe des Klosters von Agia Markella. Die Häuser des Dorfes Mesta, einer »traditionellen Siedlung«, sind von der Zentrale für Fremdenverkehr in kleine Gasthäuser umgebaut worden. Diese mittelalterliche Siedlung hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. Im kleinen Fischerdorf Passalimani, das Mesta als Hafen dient, kann man Privatzimmer mieten.
Kleine Boote fahren von Chios zur historischen Insel Psara. Einsame Strände, vorzügliche Fischgründe und das Kloster Kimissis Theotokou zeichnen diese Insel aus. Im einzigen Ort, an dem auch die Fähre anlegt, gibt es eine Pension.
SAMOS, 174 Seemeilen von Piräus entfernt, besteht aus bewaldeten Hügeln, Olivenhainen, Weingütern und Wiesen. In der Hauptstadt Samos gibt es trotz umfangreicher Modernisierung noch einige schöne, alte Gebäude und Museen. Eine kurze Straße verbindet das Hafengebiet mit Vathi, der Altstadt. Das Dorf Mitilini bietet ein Paläontologisches Museum und bei Ireo findet man die Reste des Heraheiligtums und die einer frühchristlichen Basilika. Eine asphaltierte Küstenstraße führt von der Stadt Samos an den Stränden von Kokan, Tsarmadou, Aviakia, Darlovossi (Kieselstrand) und Potami vorbei die Küste entlang nach Karlovassi. Votsalakia und Hrissi Amnos an der Westküste sind wahrscheinlich die schönsten Strände. Beliebt sind auch die Strände von Psili Ammos und Posidonion an der Südostküste sowie die Strände in Gangos und am Kap von Kotsika. Die Inselchen Agios Nikolaos, Prasonisi und Vareloudi vor der Ostküste laden zum Tauchen ein.
Boote fahren zwei- bis dreimal die Woche nach Fourni, einem Inselchen mit ausgezeichneten Sandstränden.
IKARIA, 143 Seemeilen von Piräus entfernt, liegt zwischen Samos und Andros. Die Inselhauptstadt ist Agios Kirikos. In Armenistis lädt ein schöner Sandstrand zum Baden ein. Heiße, radioaktive Quellen findet man im Kurort Therma, einige sollen gut gegen Rheuma und Arthritis sein. Mit gemieteten Motorbooten gelangt man nach Fanari am Nordostzipfel der Insel oder zur kleinen Insel Fourni im Osten, deren berühmte Spezialitäten Hummer, Raki und Honig sind.
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